Quartier im Revier
Geschrieben von (Alex) in Bundestagswahl 2009, Hochtour am 14. September 2009
Anna öffnet uns strahlend die Tür und die Sonne geht auf! Wir sind endlich angekommen in unserem lang ersehnten Ruhrgebiets-Basislager. Das gemütliche WG-Zimmer mit den zwei leicht lädierten Matratzen werden sich Thio, Anna und ich die nächsten drei Tage teilen. Nach kurzem Austausch mit Anna gibts für mich nur eins: WLAN-Schlüssel her und ab ins Internet. Ich fühl mich schon fast wie Sascha Lobo (Der Web 2.0 Klassensprecher, der sich an Vodafone verkauft hat).
Der Tag fing bereits gut an. (Und das meine ich nicht sarkastisch!) Etwas zu früh standen wir in der Dortmunder Innenstadt und konnten Björn schon mal den Bahnhof zeigen, von dem aus er heute Abend den Heimweg antreten musste. Kurz nachgefragt, wie wir zur Reinoldikirche kommen, trafen wir dann auch auf die Grüne Jugend Dortmund. Die haben sich direkt den Strahlenschutzanzug einverleibt und uns praktisch die Arbeit abgenommen. Sehr angenehm, von uns kann das Ding nämlich niemand mehr sehen. Das nebenbei laufende Gerechtigkeitsmemory mussten wir zwar wegen Regen abbrechen und der Pavillon wäre uns auch beinahe davongefolgen, ich würde die Aktion aber dennoch als Erfolg bezeichnen.
In der Innenstadt war jedoch erstaunlich wenig los. Trotz eines City-Laufes und des Tages des offenen Denkmals waren nur wenige Menschen in der Stadt. Allerdings durften wir eine Schlägerei beobachten. Action pur. Sowas kenne ich gar nicht aus Oelde. Ich wäre am liebsten hin gerannt und hätte „weiter, weiter!“ geschriehen. Aber wir haben ja schon in der Grundschule gelernt: „Hört auf!“-Rufe sind das Ding! Zum Glück konnten sich die Steithähne auch ohne unsere Rufe wieder trennen und die Polizei regelte den Rest.
Danach ging es (wie könnte es auch anders sein) zum Essen. Und es war (ihr ahnt es wahrscheinlich schon…) mal wieder richtig gut! Wer noch nie beim Kartoffel-Lord in Dortmund war, muss das unbedingt nachholen! Der Arabic, den man grob als Soja-Gyros in Dürum-Brot beschreiben könnte, ist einfach unglaublich! Das mussten auch unsere Omnivoren zugeben.
Um 19:30 stampften wir dann mit Dortmunder GJ-Begleitung ins Kino: Inglorious Basterts. Zweieinhalb Stunden, die vorübergehen, als wären es zwanzig Minuten. Meiner Meinung nach ein wirklich guter Film, der Pulp Fiction vielleicht sogar seinen Rang abtrünnig machen wird. Es gibt nur einen Nachteil: Nach schätzungsweise vierzig Tonnen Popcorn auf Grünen-Rechnung liegen wir jetzt gekugelt auf unseren Matratzen und versuchen gequält unsere Darmträkte zum Verdauen anzuregen.
In diesem Sinne, gute Nacht!
















