Einfach was bewegen – gegen Repression in deiner Stadt
Geschrieben von (Jean-Philippe) in Kommunalwahl 2009 am 9. August 2009
Einfach was bewegen – gegen Repression in deiner Stadt
Es kann manchmal ganz einfach gehen, um etwas zu erreichen – so geschehen bei der Grünen Jugend Ratingen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ratingen und ihre konservative Ratsmehrheit keine besonders jugendfreundliche Politik betreibt. Tugenden wie „Ordnung, Disziplin und Fleiß“ sind bei den konservativen immernoch eine Selbstverständlichkeit, was man dann an den Schützenumzügen mit Fackeln sehen kann, die manchmal an frühere zum Glück vergangene Zeiten erinnern. Repressive Maßnahmen, wie Videoüberwachung und Verteibung Jugendlicher von öffentlichen Plätzen sind scheinbar völlig normal in dieser größeren Stadt. Noch ist die Lage zwar traurig, aber überhaupt nicht aussichtslos, trotz maroder Jugendzentren mit mäßigem Programm kann man in Ratingen als Jugendlicher noch etwas erreichen. Entweder durch den Jugendrat oder eben durch aktives Entgegenschreiten der Grünen Jugend.
An der Ratinger Eissporthalle war ein sogenannter „Mosquito“ angebracht, der Hochfrequenztöne ausstrahlt, die nur Jugendliche hören und tinitusähnlich sind. Dieses Mittel dient der Vertreibung Jugendlicher aus dem öffentlichen Raum mit fadenscheinigen Begründungen: die asoziale, Alkoholiker-Jugend eben… Das Aufmerksam machen in der Presse mit Leitartikel auf Seite 1 hat sein übriges zur Entfernung des menschenverachtenden Apparats getan. Niemand will schuld gewesen sein – natürlich, aber die Grüne Jugend kämpft weiter und zeigt anhand dieses Beispiels, dass es wirklich einfach sein kann etwas zu verändern.
Glück im Unglück war in diesem Fall, dass das Anbringen des Mosquitos nicht durch den Stadtrat ging, also nicht demokratisch legitimiert war und dementsprechend Konsequenzen für den zuständigen CDU-Dezernenten zu erwarten sind.
Macht mit und kämpft gegen Jugendrepression: Einfach was bewegen – in deiner Stadt!











